LOFTCUBE, BERLIN
Werner Aisslingers smartes Wohnmobil
„Immobilien“ verdanken ihren Namen der Tatsache, dass sie naturgemäss an Ort und Stelle gebunden sind. Mit seinem smarten Loftcube hat der Designer Werner Aisslinger dieses Konzept auf den Kopf gestellt: Als transportables Zuhause auf Zeit bietet er urbanen Nomaden auf minimalem Raum die maximale Freiheit.
Zum „Berliner Designmai 2003“ setzte Aisslinger den Prototyp eines futuristischen weißen Würfels auf das Dach eines ehemaligen Berliner Kühlhauses an der Spree. Der Loftcube besteht aus einer 39 Quadratmeter umspannenden Stahlprofilkonstruktion mit einer Hülle aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Durch seine bodentiefen Fensterelemente und 1,50 Meter langen Beine bietet der Hoch-Sitz seinen Bewohnern einen privilegierten Ausblick über die Dächer einer Stadt. Ist man des Anblicks müde, lässt sich das nur neun Tonnen (bzw. elf Tonnen für die größere, 55 m2 messende Variante) leichte Loft binnen weniger Tage reisefähig verpacken. Sämtliche Einzelteile finden dabei bequem in zwei Standardcontainern Platz.
Aisslingers „Tree Lights“ sowie die gesamte Lichttechnik des Loftcubes werden vom Berker Integro geschaltet. In der exklusiveren Ausstattung übernimmt der Berker Master Control diese Aufgabe. Das intelligente Touchpanel eignet sich zudem perfekt für die Steuerung von mehreren, zu einer Wohn- oder Bürolandschaft vernetzten Loftcubes. Um trotz begrenzten Raumes möglichst viel Luftigkeit und Transparenz zu schaffen, entwickelte Aisslinger eigens eine Linie aus clever-funktionalen Bad- und Küchenpaneelen mit Corian-Oberflächen von Dupont, bei denen beispielsweise die Duschbrause gleichzeitig als Küchenbrause dient. Als Küchencounter wurde die B3-Küche von bulthaup modifiziert, während die Haustechnik durch Schalter und Systeme von Berker gesteuert wird. „Mit seiner minimalistischen Formgebung passt der Berker Integro ideal zum Loftcube“, findet Aisslinger. Eine „logische Entscheidung“ sei auch die Wahl des Berker Master Control für die beiden exklusiveren Ausstattungsvarianten „Passion“ und „Werner Aisslinger Edition“ gewesen: „Der Loftcube mutet ja wie ein smartes Haus an. Da liegt es nahe, die Steuerung von Licht, Wärme und Jalousien einem wirklich smarten Control Panel zu überlassen.“
Dieses Konzept überzeugt mittlerweile Kosmopoliten und Designfans aus aller Welt. New Yorker Investoren träumen von Loftcubes an der Spitze von Wolkenkratzern. Aus Tokio und London melden sich Bauherren, die den astronomischen Preisen für Wohnungen und Häuser entkommen wollen, indem sie ihnen einfach dauerhaft in Form eines Loftcubes aufs Dach steigen. Design- und Architekturfans möchten den wohnlichen Würfel ganz einfach als Garten-, Ferien-, Gästehaus oder auch als Büro nutzen. Allen ernsthaften Interessenten rät Aisslinger, zunächst die Grundstückssituation (Dachabsicherung, Zugang zu Versorgungsleitungen) sowie die Toleranz der örtlichen Baubehörden zu prüfen. „Erfahrungsgemäß“, berichtet der Designer, „sind die Hürden viel niedriger als erwartet.“

