BAUHAUS
Rekonstruktion einer Legende
Das Dessauer Bauhaus-Ensemble, zwischen Dezember 1926 und Oktober 1932 Domizil der legendären Dessauer Hochschule für Gestaltung, wurde möglichst originalgetreu restauriert.
Dass gerade Berker sich verstärkt dem Thema Bauhaus widmet ist übrigens kein Zufall. In einer Glasvitrine, die in einem der Räume im Untergeschoss des Gebäudes steht, liegt ein wahres Fundstück aus der großen Zeit dieses Zimmers, in dem das Herz der progressiven Bauwelt schlug: die runde "Glas-Verblendung" eines Lichtschalters aus dem Direktorenzimmer, datiert auf das Jahr 1926. Gleich daneben: ein Taster in traditionellem elektrobraun, mit der Gravur "Licht" auf seinem Taster-Knopf aus weißem Kunststoff, ebenfalls 1926. Hersteller: Berker, Schalksmühle.
Bei dem hohen Anspruch, den Monika Markgraf, ihres Zeichens Leiterin der Bauforschung am Bauhaus Dessau, an die möglichst originalgetreue Rekonstruktion des Gesamt-Ensembles stellt, ist es nicht verwunderlich, dass fast 80 Jahre später wieder Schalter und Steckdosen von Berker im Direktorenzimmer des Dessauer Bauhauses installiert werden. Denn die Ende der 70er Jahre entwickelte, historisch getreue "Glasserie" fügt sich dort ebenso ideal ein wie die "Serie 1930", die vor einigen Jahren in Abstimmung mit der Dessauer Bauforschungsabteilung gestaltet wurde.



